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Kölnische Rundschau
M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co KG
Amsterdamer Str. 192
50735 Köln
Tel: 0221-224-0
Fax: 0221-224-2700
unternehmenskommunikation@mds.de
www.dumont.de; www.koelnische-rundschau.de

Die Kölnische Rundschau wird seit 1999 vom Verlag ihres ehemaligen Konkurrenten Kölner Stadt-Anzeiger verlegt. Das Bundeskartellamt hat die ungewöhnliche Einbindung zweier Konkurrenten in einem Verlag genehmigt, da sich für die Rundschau kein anderer Käufer fand und die Heinen-Verlag GmbH angekündigt hatte, im Fall einer Untersagung des Verkaufs die Rundschau einzustellen. Das Blatt machte schon seit Jahren Verluste. Insbesondere in Köln und der direkten Nachbarschaft hatte die Rundschau nur schwache Marktanteile und konnte daher in den wirtschaftlich starken Gebieten nur begrenzt am Werbemarkt teilhaben. In den eher ländlich strukturierten Gebieten mit geringerem Werbeaufkommen war sie stärker. Im Prinzip galt die Regel: umso weiter entfernt von Köln, umso größer ist der Marktanteil.

Redaktionell ist die Rundschau eigenständig geblieben. Der nach jahrelangen Verhandlungen abgeschlossene Übernahmevertrag sieht als Herausgeber weiterhin den ehemaligen Verlag vor. Dem Verlust der verlegerischen Eigenständigkeit folgten allerdings auch Einschnitte: 2003 wurde die Ausgabe für Leverkusen aufgegeben, die wegen ihrer geringen Auflage allerdings schon seit 1987 für ihren Lokalteil auch die Berichte des Anzeigers nutzte. 2005 wurde die unter dem Titel Bonner Rundschau erscheinende Lokalausgabe aufgegeben. Seitdem hat der mit dem Stadt-Anzeiger kooperierende General-Anzeiger in Bonn ein Monopol. Nur für die linksrheinischen Gebiete im Rhein-Sieg-Kreis erscheint noch eine Ausgabe der Rundschau. Auch dort ist der General-Anzeiger mit Abstand Marktführer. Zeitgleich wurde 2005 auch die Ausgabe Rhein-Ahr Rundschau eingestellt, die jenseits der Landesgrenze in Rheinland-Pfalz erschien. Insgesamt wurde das Verbreitungsgebiet der Rundschau deutlich verkleinert.

Im Oberbergischen Kreis war ihr Marktanteil so hoch, dass dort der Stadt-Anzeiger schon seit 2004 mit dem Lokalteil der Rundschau erscheint. Maßgeblich gestärkt hatte sich die Rundschau dort schon in den 50er Jahren durch die Übernahme der Lokalzeitung Oberbergische Volks-Zeitung. Im benachbarten Rheinisch-Bergischen Kreis war sie in Zweitanbieterposition, obwohl auch dort ein Titel (Bergische Landeszeitung) zugekauft worden war.

Ein harter Schnitt wurde 2014 vollzogen: Alle Lokalredaktionen von Rundschau und Stadt-Anzeiger wurden zusammengelegt und produzieren seitdem die Lokalteile für beide Zeitungen. Die Berichterstattung der parallel vertriebenen Ausgaben ist damit in großen Teilen identisch. Ausgenommen von der Fusion bleiben nur die Lokalredaktionen in Köln sowie die Standorte mit nur einer Redaktion (Bonn und Gummersbach für die Rundschau; Leverkusen für den Stadt-Anzeiger).

Die Rundschau war bereits im März 1946 auf den Markt gekommen. Die Alliierten hatten dem Journalisten Reinhold Heinen, der erst bei Kriegsende das KZ Sachsenhausen verlassen konnte, eine Lizenz erteilt. Kurzzeitig hatte Heinen zudem in Absprache mit der CDU einen überregionalen Titel verlegt. Als mit dem Ende der Lizenzphase in Köln der Kölner Stadt-Anzeiger und in Bonn der General-Anzeiger als Konkurrenten in den Markt drängten, musste sich Heinen auf sein Stammgeschäft konzentrieren. Neben der Rundschau bestand dies auch aus einer eigenen Druckerei.

In den 70er Jahren kamen Beteiligungen an Anzeigenblättern hinzu. In diesem Markt arbeitete der Verlag schon bald mit dem Konkurrenten DuMont Schauberg zusammen. Die beiden Verlage bündelten ihre Beteiligungen in der >Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co KG. Die Annäherung wurde 1982 vertieft, als DuMont Schauberg mit 20 Prozent beim Heinen-Verlag einstieg. Dies geschah zur wirtschaftlichen Stärkung, obwohl die Rundschau zu dieser Zeit noch erhebliche Nebeneinnahmen durch die Lieferung der überregionalen Berichterstattungen an die >Westfalenpost (bis 1983) hatte.

Bis zur Aufgabe der Eigenständigkeit war die Rundschau auch an den Lokalfunk-Stationen in ihrem Verbreitungsgebiet beteiligt. Auch diese Beteiligungen gingen an DuMont Schauberg. Enge Kooperationen bestehen auch für das Internet (www.koelnische-rundschau.de).

Lokalausgaben der Kölnischen Rundschau:

Köln
Bergheim
Frechen
Erftstadt
Euskirchen
Schleiden
Bergische Landeszeitung, Bergisch-Gladbach
Rhein-Sieg Rundschau, Siegburg
Oberbergische Volks-Zeitung, Gummersb.
Bonn (linksrheinisch)
107.500
17.300
19.600
15.500
13.600
11.600
30.900
33.000
29.700
2.800
   (zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)


gesamt
299.900
(zus. mit Kölner Stadt-Anzeiger)

Stand Auflagenzahlen: 1. Quartal 2014 (ivw)
v1.7




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